Archive für Juli 2011

Besuch aus Afrika

Weiden – Mwika – Wunsiedel

Eine besondere Beziehung besteht zwischen den Dekanaten Weiden und Wunsiedel und den Menschen, die in der Nähe des höchsten Berges in Afrika leben. 1975 begann eine Partnerschaft mit der Lutheran Bible School Mwika, einer „Fachhochschule“ der evangelischen Kirche von Tansania.

Fast 200 junge Afrikanerinnen und Afrikaner werden hier zu Evangelisten, Lehrern, Pfarrern und Chorleitern ausgebildet. Diese Bildungseinrichtung, die am Berghang des Kilimandscharo im Norden Tansanias liegt, besteht seit 1953. 

Zu dieser ungewöhnlichen Verbindung kam es, als im Jahr 1975 Hans Rösch, vorher Pfarrer in Thiersheim, vom Missionswerk der evangelischen Kirche in Bayern zum Lehrer an die Bibelschule Mwika berufen und nach Tansania ausgesandt wurde. Dies war der Auslöser für eine rege Partnerschaft, die auf der Luisenburg feierlich begonnen wurde. Ein zerbrochener Kriegspfeil wurde zum Symbol der Verbundenheit der Dekanate Wunsiedel und Weiden mit den Christen in Ostafrika. Eine Hälfte des Pfeils gelangte mit Pfarrer Rösch nach Tansania, die andere Hälfte blieb bei uns.

Seit dieser Zeit besteht eine lebendige Beziehung. Die direkten Begegnungen bei wechselseitigen Besuchen zeigen, was eine echte Partnerschaft ausmacht. Mission ist längst keine Einbahnstraße mehr. Wer die Christen aus Tansania erlebt hat, ist beeindruckt, wie fröhlich und mutig sie trotz der vielfältigen Probleme im Land ihr Leben führen und sich zu ihrer Kirche halten.

Bibelschule Mwika aus Tansania zu Besuch im St. Michael-Zentrum

Am Samstag den 30.07.2011 stand unter anderem der Besuch einer Senioreneinrichtung des Diakonischen Werkes Weiden auf dem Terminplan der Gäste aus Mwika. Günter Daubenmerkl, Einrichtungsleiter des St. Michael-Zentrums nahm die Gruppe in Empfang.

Zwei Lehrkräfte und vier Studierenden, die Evangelisten oder Pastoren werden, erschienen in Begleitung von Dekanatsmissionspfarrer Andreas J. Ruhs und zwei weiteren Betreuern. Der Einrichtungsleiter führte die Gäste durch das Wohn-, Pflege- und Therapiezentrum und gewährte einen Einblick in den Umgang mit Senioren und Pflegebedürftigen in Deutschland. Auch einige praktische Pflegesituationen wurden demonstriert. So war den Abgesandten aus Tansania ein direkter Vergleich mit ihrer Lebenswirklichkeit zu Hause in ihrer Heimat möglich.

Ein wunderbares Geschenk brachten die Gäste einer Bewohnerin im „Betreuten Wohnen“ mit. Für das Geburtstagskind gab es ein Gospel - Ständchen gesungen von den Gästen in ihrer Landessprache. Dies war umso mehr eine gelungene Überraschung da die Bewohnerin selbst in früheren Jahren einen ihrer Urlaube in Tansania verbringen konnte.

Nach dem aufschlussreichen Rundgang und den interessanten Gesprächen nahm man sich die Zeit zu einem gemeinsamen Mittagessen „Wildschwein mit Spätzle“ in der Cafeteria des St. Michael-Zentrums.

Diese Begegnung war eine Bereicherung für beide Seiten und die Gäste aus Mwika sind jederzeit herzlich Willkommen.

Und hier noch weitere Fotos ….

Mit Musik und Herz

Einen gelungenen Nachmittag verbrachten die Bewohnerinnen und Bewohner des St.Michael-Zentrums im Musikcafé. Diese Highligt findet alle 2 Monate in der dortigen Caféteria statt.

Außer mit Kaffee und Kuchen verwöhnten die Mitarbeiterinnen auch mit Eis in der Waffeltüte. Für einen ganz besonderen Schmaus, nämlich den „Ohrenschmaus“, sorgte Franz Harrer mit seinem Akkordeon. Als versierter Unterhalter knüpfte er beim Singen altbekannter Volkslieder nicht nur an vergnügliche Erinnerungen an, sondern brachte die zahlreichen Zuhörer auch mit eingestreuten „Gschichtl´n“ und Witzen zu Lachen.

Nach seinem ersten Auftritt im Haus sprach Gerontopsychiatrische Pflegefachkraft Hermine Strunz im Namen des Publikums eine erneute Einladung aus, wozu sich Herr Harrer gerne bereit erklärte. So wird es bald wieder freudig heißen: „Auf ins Musikcafé!“

Preis für „Sozial macht Schule“

Weiden. (ca) Der Jubel im Klassenzimmer der 9 c war groß: Die Pestalozzi-Mittelschule erhält für ihr Konzept „Sozialpraktikum – Sozial macht Schule“ den Jugend-Kulturförderpreis.

Seit acht Jahren hält die Schule enge Kontakte zu Seniorenheimen. Zuletzt trafen sich die Mädchen und Buben der Praxisklasse 9 c mit den alten Herrschaften: Sie besuchen die Heimbewohner, lesen ihnen vor und unternehmen Spaziergänge. Im Gegenzug sind die Senioren immer wieder in der Schule zu Gast: beim Sommerfest oder im Advent. Rektor Roland Schwertsik freute sich außerordentlich über die Auszeichnung. Der Kontakt zur älteren Generation habe sich als wichtige Erfahrung für die Mädchen und Buben erwiesen. In zweierlei Hinsicht: für Sozialkompetenz und Berufsfindung. Laut Lehrerin Claudia Lorenz sind inzwischen einige Ehemalige an Altenpflegeschulen.

Quelle: Der neue Tag www.oberpfalznetz.de

Nachhilfe in sozialer Kompetenz

Reger Austausch zwischen Generationen: Schüler kümmern sich um Senioren

 

Weiden. (rdo) Der zwischenmenschliche Umgang steht in keinem Lehrbuch. In unserer Gesellschaft, in der häufig beide Elternteile berufstätig sind und nur noch selten mehrere Generationen unter einem Dach leben, fehlt es oftmals an der Sozialkompetenz zwischen den Generationen. Die Kinder verbringen den Nachmittag in Ganztagsklassen oder Horten. Mit einem Sozialpraktikum will die Pestalozzischule die Defizite wettmachen.

Die Mittelschule fördert den Erfahrungsaustausch in der Praxisklasse 9c jede Woche mit zwei Schulstunden, in denen sich die Jugendlichen um die Bewohner der Weidener Seniorenheime Eleonore Sindersberger, Hans Bauer, Franz Zebisch und St.- Michael-Zentrum kümmern. Die gemeinsamen Aktionen bestanden aus Basteln, Malen, Vorlesen für sehbeeinträchtigte Senioren und Backen. Die Schüler machten ihnen Mut, brächten neue Lebensfreude in die Altenheime, freut sich Hermine Strunz vom Betreuungsteam des St.- Michael-Zentrums.

Angenehme Erfahrungen

Beim Schulfest sowie beim Fest der Jahreszeiten im Wohnheim kamen Alt und Jung zusammen. Bewohnerin Erika Rittner berichtet von angenehmen Erfahrungen mit den Schülern, die mit den Senioren unter anderem über tagesaktuelle Ereignisse und Schulthemen sprechen. Im Gegenzug lernen die Schüler die Sichtweise der älteren Generation kennen und verstehen, können daraus wertvolle soziale Kompetenz für den Umgang zwischen den verschiedenen Altersgruppen schöpfen. Schulleiter Roland Schwertsik begrüßt, dass die Schüler die Aktionen mit Freude angehen und dankt Klassenlehrer Herbert Wach für den vorbereitenden Unterricht.

Jüngst betreuten 20 Schüler Senioren in Rollstühlen bei einer Stadtführung, die Förderlehrerin Claudia Lorenz organisiert hatte. Sie holten die Senioren vom St. Michael-Zentrum ab und brachten sie später wieder zurück. Dr. Sebastian Schott vom Amt für Kultur- und Tourismus erläuterte die Sehenswürdigkeiten rund um das Alte Rathaus mit dem ehemaligen Stadtbach, den Hussitenkugeln und der Apotheke mit dem katholischen und evangelischen „Türl“.

Quelle: Der neue Tag, 25.06.2011 www.oberpfalznetz.de

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