Archive für Mai 2010

Rosen und Herzen zum Muttertag

Am Dienstag den 11. Mai 2010 feierten die Bewohner des St. Michael-Zentrums in Weiden Mutter- und Vatertag zusammen mit der Einrichtungsleitung Günter Daubenmerkl und dem Sozialteam, bestehend aus Gerontofachkraft Hermine Strunz, Renate Buchfelder, Sozialdienst Hans-Joachim Grajer und der Pflegedienstleitung Sonja Rummler-Trinkner. Gegen 15.00 Uhr war die Cafeteria im Erdgeschoss bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit einer herzlichen Ansprache begrüßte Günter Daubenmerkl, der Einrichtungsleiter, die erschienen Gäste.

Als kleine Sondereinlage gab es ein Geburtstagsständchen für Frau Zeller, die ein “Herzerl mit einem Kerzerl” überreicht bekam. Für die Seniorinnen und Senioren gab es frischen Kaffee und leckere kleine Herztörtchen. Im Anschluss wurde an alle Mütter rosa und rote Papierherzen mit netten “Sprücherln”, wie:

“Liebe Mama, du sollst wissen,
Jeder braucht sein Ruhekissen,
Wo er Kräfte schöpft im Nu,
Diese Kraft,  die gibst nur du.”

oder

“Ich schenke dir zum Muttertag,
mein kleines Herz . . .
weil ich dich mag”

Eine besondere Überraschung war der Neustädter Kindergarten, der zu Besuch kam und mit einem kleinen gesanglichen Auftritt, die Herzen der Bewohner zu Freude rührte. Ein Teil verkleidet als Marienkäfer marschierten durch den Saal und die Senioren und Seniorinnen klatschten begeistert Beifall. Zum Schluss wurde noch das Alter aller 11 Kinder gezählt, die es zusammen auf stolze 60 Jahre brachten, was aber nicht reichte um die älteste Dame im Saal mit 96 Jahren zu überrunden.

Nach dem Auftritt der Kinder gab es für alle noch Bowle und nun bekamen auch die Väter ihre blauen Vatertagsherzen überreicht. Auch hier wieder mit netten “Sprücherln” verziert:

“Unser Vati, welch ein Glück, ist doch unser bestes Stück.
Immer ist er froh und heiter, spielt mit mit auch Hoppe Reiter.
Ich will ihm ein Küsschen geben.
hoch soll unser Vati leben!”

oder

“Lieber Papa, eins ist klar
bist meistens einfach wunderbar.
Doch manchmal denke ich auch,
wie wärst Du wohl ohne Bauch
und was ist mit Deinen Haaren,
wie war es, als sie noch da waren.
Aber ich will nicht mir Dir zanken,
sondern Dir herzlichst danken!”

Auch die Küche hatte sich neben dem köstlichen Kuchen, eine besondere süße Überraschung einfallen lassen, Mousse au Chocolate im Glas. Zum Abschluss verteilte Einrichtungsleiter Günter Daubenmerkl an alle Damen eine rote Rose und die Väter bekamen von der Pflegedienstleitung Sonja Rummler-Trinkner eine Flasche Max Reger Dunkel überreicht.

Glücklich und beseelt verließen alle gegen 17.00 Uhr die Cafeteria. Wieder einmal haben die Senioren gezeigt, dass es Ihnen immer noch Spaß macht zu feiern!

muttertag 2010

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Schlagen, Mobben, Stalken

Drei Referate zum Thema Gewalt bei den Evangelischen Frauenbünden der Region Weiden

Weiden. Das Thema Gewalt berührt alle Bereiche der Gesellschaft. Ob zu Hause, in der Schule oder in der Öffentlichkeit, es wird geschlagen, getreten, gedemütigt, gemobbt, vergewaltigt oder „gestalkt“. Und dies mit ständig steigender Häufigkeit und Intensität in allen sozialen Schichten. Die Evangelischen Frauenbünde der Region Weiden nahmen diese unheilvolle Entwicklung zum Anlass, die Gewalt in unserer Gesellschaft zu thematisieren.

 In drei Referaten stellten Fachleute am 08. Mai im Weidener St. Michael Zentrum die Problematik aus regionaler Sicht vor. Die Moderation übernahmen Karin Wappmann und Elisabeth Market.

„Im Frauenhaus Weiden ist rund um die Uhr eine Aufnahme möglich“, sagte deren Leiterin Marianne Kleber-Meierhöfer. Allerdings sei dieser 24-Stunden-Service nur dank der ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen möglich. Hier bestehe ebenso noch Bedarf wie bei Sach- und Geldspenden. „Die öffentlichen Mittel reichen nicht aus“, so Kleber-Meierhöfer. In das seit 14 Jahren bestehende Weidener Refugium flüchteten im vergangenen Jahr 60 Frauen und etwa ebenso viele Kinder. Die Dramatik häuslicher Gewalt belegte die Referentin mit Zahlen. 85 % aller Gewalttaten und 21 % aller Notoperationen bei Frauen hätten hier ihre Ursache. Wege aus der Gewalt sieht Kleber-Meierhöfer unter anderem darin, dem Partner frühzeitig Grenzen zu setzen und Kindern beizubringen auch einmal „Nein“ zu sagen. 

„Mobbing tut manchmal mehr weh als ein Tritt gegen das Schienbein“, sagte Christina Paul. Sind bei häuslichen Exzessen fast immer die Männer die Täter, so ortet die an vielen Schule eingesetzte Fachlehrerin und Lernberaterin bei den „lieben, netten Schulmädchen“ nicht selten Gemeinheit und verstecktes Mobbing. Paul sieht vor allem im Schulweg einen Brennpunkt von Gewalt. Die Zusammenarbeit der Schule mit den Eltern zur Verbesserung der Situation sei eher schwierig, so die Expertin. Sehr viel mehr Erfolg brächte der Einsatz von Schulsozialpädagogen und als Streitschlichter ausgebildete Schüler sowie das sogenannte Schutzengelkonzept und Rollenspiele in der Klasse.

Polizeihauptmeister Mathias Braun wies auf die drastische Zunahme von Gewaltdelikten in der Region hin. In Weiden waren demnach in 2009 61 (+35,6%) und im Landkreis Neustadt 43 Fälle (+8,8%) zu beklagen. Dabei sei der Anteil der Jugendlichen unter 21 Jahren besonders hoch (30 bzw. 21%). 233 extreme Fälle von Widerstand gegen die Polizei habe die Oberpfalz zu verzeichnen. „Das hat es früher so nicht gegeben“, sagte Braun. Schuld an den Gewaltausbrüchen sei häufig der „Aggressionsverstärker Nummer Eins“, der Alkohol. Der Polizist forderte die Politik auf, für vernünftige Sperrstunden zu sorgen. Wie sich Bürger verhalten sollten wenn sie Zeuge von Gewalt werden, konnten die Zuhörer einem Flyer der Polizei entnehmen. Infos dazu auch unter www.aktion-tu-was.de

Mitarbeiter:   Meierhöfer  Weiden   
Bericht:   Referat „Gewalt“ bei Ev. Frauenbund
Datum:   08.05.2010

Bunte Bänder tanzen im Wind

Wie jedes Jahr zog der Mai auch 2010 wieder ins Land. Am Montag den 03. Mai feierte auch das St. Michael-Zentrum der Diakonie Weiden ihr jährliches Maifest mit dem traditionellen Aufstellen des Maibaums. Leider war das Wetter nicht so schön, so dass die Feier nicht, wie geplant, draußen auf der Terrasse stattfinden konnte.

Gegen 11.00 Uhr füllte sich die Cafeteria im Erdgeschoß und die Bewohner ließen sich auf ihren Plätzen nieder, um gemeinsam den Mai zu feiern. Die Begrüßung erfolgte durch Herrn Grajer vom Sozialdienst, der auch für die musikalische Unterhaltung mit seinem Akkordeon zuständig war.Während auf der Terrasse der Maibaum fertig zum Aufstellen auf seine Zeit wartete, wurden schon fleißig Bratwürstl gebrutzelt und Dotsch gebraten, die später zusammen mit Sauerkraut und Senf den Bewohnern als Hauptgang serviert wurden.

Mit einer leichten Gemüsesuppe wurden die Seniorinnen und Senioren erst einmal aufgewärmt von innen, bevor es dann frisch gestärkt zum Maibaumaufstellen ging. Mit einem kräftigen Hau-Ruck stellte sich der Maibaum mit Hilfe der kräftigen Arme von PDL Sonja Rummler-Trinkner, Pfleger Florian, Sozialdienst Hans-Joachim Grajer und Haustechniker Franz Bodensteiner wie von selbst auf und seine Spitze ragte gen Himmel. Im Wind tanzten die bunten Bänder und die Bewohner erfreuten sich an dem liebevoll geschmückten Maibaum.

Nach getaner Arbeit gab es das wohlverdiente Mittagessen, zunächst für die Bewohner, die im Geiste den Baum mit aufgestellt hatten und im Anschluss für die fleißigen Helfer. Gerontofachkraft Hermine Strunz trug gemeinsam mit den Bewohnern einige Bauernregeln und Bräuche rund um den Mai und das Maifest zusammen, und sorgte so für etwas Abwechslung.

Wieder einmal ein gelungenes Fest für die Bewohner… und wenn der Wind sie nicht fortgeweht hat, so tanzen die bunten Bänder noch immer am Maibaum.

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