Gemeinsames Frühstück in der Sonnenstube
Von Montag bis Freitag trifft sich die Frühstücksgruppe in der Sonnenstube im Untergeschoss des St. Michael-Zentrums. Bereits ab 7.00 Uhr bereitet Gerontofachkraft Hermine Strunz alles für das gemeinsame Frühstück vor. Bei Ihren Vorbereitungen wird Sie tatkräftig von Renate Buchfelder unterstützt.
Nach und nach werden die Bewohner von den Stationen gebracht und an den reichhaltig gedeckten Tisch gesetzt. Gegen 7.30 Uhr beginnt die kleine Gruppe von elf Personen mit dem Frühstück. Frisches Obst, Brot, Toast, Semmeln, Hörnchen, Joghurt, Marmelade, Honig, Frischkäse, Wurst und Käse … alles was das Herz begehrt wird angeboten, dazu können die Bewohner Saft, Tee oder Kaffee genießen.
Durch dieses Esstraining in der aktivierenden Frühstücksgruppe sollen Bewohner mit eingeschränkter Alltagskompetenz wieder zum selbstständigen Essen geführt werden. Sie können nach eigenen Wünschen aus dem reichhaltigen Angebot auswählen, was sie auch tun. An einer Tafel steht der Tag und das Datum, als kleine Gedankenstütze für die Bewohner.
Während des gesamten Frühstücksprozesses werden die Sinne trainiert und gefördert. Statt einem Latz bekommen die Seniorinnen und Senioren Servietten. Durch Hilfestellungen beim Brot schmieren und Essen wird die Motorik gefördert. Auch die visuellen Reize werden aktiviert, durch das Sehen, der zur Auswahl stehenden Speisen und Getränke oder durch das frische Aufbrühen des Kaffees.

Bewohner mit eingeschränkter Alltagskompetenz lernen hier wieder selbstständig zu essen. Die Anwesenheit der Pflegefachkräfte vermittelt Sicherheit und Geborgenheit, was sich in den Gesichtern der Bewohner widerspiegelt. Es ist immer jemand da, der Hilfestellung gibt und sich um die Bedürfnisse kümmert. Die Ruhe, die Hermine Strunz und Renate Buchfelder ausstrahlen, steigert das Wohlbefinden, und es wird mit Genuss und Freude gegessen.
Auch wird auf die Eigenheiten der einzelnen Personen eingegangen, da zu jedem Bewohner eine Essbiografie vorliegt. Hier sind die Vorlieben zu finden, was früher gern gegessen wurde, z.B. wenn jemand keine Butter mag, sondern lieber frischen Quark. Es wird reichlich Abwechslung geboten, falls sich neue Vorlieben im Alter entwickeln. An diesem liebevoll gedeckten Frühstückstisch haben die Seniorinnen und Senioren, die Wahl zu essen auf was sie gerade Appetit haben.
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages, betont Gerontofachkraft Hermine Strunz. Ein reichhaltiges und ausgewogenes Frühstück gibt psychische Kraft für den gesamten Tag. In der Sonnenstube wird sich Zeit genommen zum Essen, mit Ruhe und Gelassenheit wird hier der Tag begonnen.
Im Anschluss an das Frühstück folgt gegen 9.15 Uhr die aktivierende Zeitungsrunde. Hier wird aus der Zeitung vorgelesen, über den Tag gesprochen und Lieder gesungen, die von Schwester Renate an der Gitarre begleitet werden. Das Klatschen zum Takt fördert wiederum die Motorik der Bewohner und die bekannten Lieder wecken Erinnerungen an frühere Tage. Das Programm richtet sich nach der jeweiligen Tagesform der Bewohner.
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