Archive für 25.7.2008

Sommerfest im St. Michael-Zentrum Eine Reise um die Welt an einem Tag

 

Am 22. Juli 2008 gestalteten 14 Ergotherapie – Schüler der Döpfer Schulen Schwandorf unter Leitung von Frau Pechstein das Sommerfes im St. Michael-Zentrum. Das Motto des Sommerfestes lautete: An einem Tag eine Reise durch die Welt. Die Umsetzung des Mottos erfolgte im gesamten Haus und jede Etage wurde einbezogen.

Da es für viele der Senioren ein Urlaub schwer zu verwirklichen ist, holten die Ergo – Schüler 5 Länder in das St. Michael Zentrum – Deutschland – Italien – China – Österreich - Amerika, und bereiteten so den Bewohnern einen unvergesslichen Tag.

Bereits am Montag den 21. Juli 2008 begannen die Schüler mit den direkten Vorbereitungen für das Sommerfest. Es wurden die Dekoration und Arbeitsutensilien gebracht und mit einem Teil der Bewohner Muffins gebacken. Insgesamt vergingen 10 arbeitsintensive Wochen für die Vorbereitung dieses Tages, angefangen von der Planung, bis hin zum Einkauf der Materialien. Die 14 Schüler im Alter von 18 bis 40 Jahren, mit Berufsziel Ergotherapeut, hatten zu jedem der Länder Informationsmaterial wie Hauptstädte, Sehenswürdigkeiten, Musik etc. zusammengetragen und auf Plakaten selbst zusammengestellt.

Die Reise begann gegen 11.00 Uhr in Deutschland, hierzu wurde die Cafeteria im Erdgeschoss des Hauses mit blau–weißen Tischdecken, Fahnen etc. geschmückt. Das Mittagessen der Bewohner richtete sich ganz auf das Land aus, und so gab es Dotsch, Bratwürste und Steaks mit Kartoffelsalat, dazu Brezen und Semmeln. Nach dem Essen wurden die Bewohner in Gruppen aufgeteilt und sie erforschten zusammen mit 2 – 3 Ergo-Schülern die einzelnen Länder – Stationen.

italienIm 1. Obergeschoss wurde der mediterrane Aufenthaltsraum für das Land Italien genutzt. Hier gab es Nudeln, Muscheln und italienischen Wein als Dekoration, sowie Palmen und ein kleines Planschbecken als Symbol für das Meer.

chinaDann ging es weiter nach China im 2. Obergeschoss. Der asiatische Aufenthaltsraum des St. Michael Zentrum bot hier schon das passende Ambiente, das durch die Arbeiten der Ergo-Schüler ergänzt wurde. Es wurde grüner Tee angeboten, und die Besucher konnten sich über China informieren lassen.

 


oestereichDer bayrische Aufenthaltsraum im 3. Obergeschoss wurde zu Österreich, hier gab es Almdudler und Mozartkugeln. Mit Wiener Walzer vertrieben sich hier die Bewohner die Zeit.

 

 


afrikaJetzt begann die grosse Reise nach Afrika im Untergeschoss. Hier wurden Regenmacher gebastelt und es gab ein Zebra und einen Löwen aus Pappe zu bestaunen.

 

 

Die Bewohner – Gruppen verbrachten etwa 20 Minuten in jedem Land und wurden mit kleinen Gedächtnisspielen und Bewegungstherapie unterhalten.

amerikaZum Abschluss fand man sich wieder in der Cafeteria im Erdgeschoss ein, die inzwischen zu einem amerikanischen Cafe umdekoriert wurde und es gab Kaffee und Muffins für die Bewohner, sowie einen Diavortrag zur Abrundung des abwechslungsreichen Tages.

 

 

Dieses Projekt war das erste seiner Art und aufgrund des durchschlagenden Erfolges, bestimmt nicht das letzte. Bei den Bewohnern fand das Projekt grossen Anklang und sie hatten die Abwechslung sichtlich genossen.

Am Projekt mitgewirkt haben: Frau Christine Pechstein Leiterin des Projekts und die Ergo-Schüler: Sabine Beer, Anna Bammer, Daniel Beer, Sebastian Grübel, Sebastian Striegl, Anna Maria Boswald, Laura Volkmann, Theresa Zimnik, Julia Dorner, Sabrina Elsner, Carolin Fischer, Claudia Gollwitzer, Kristin Ringer, Isabell Pech (konnte am Projekttag leider selbst nicht teilnehmen)

Leben im Alter: So selbstständig wie möglich

Der neue Tag Von (mga)  |  24.07.2008  | Netzcode: 1472585

Betreuung zu Hause oder Umzug in Pflege-Appartement: Vortrag im Maria-Seltmann-Haus zeigt Optionen auf

Wo und wie lebt es sich im Alter am besten? Dass diese Frage viele Menschen bewegt, zeigte der Andrang am Dienstagnachmittag im Maria-Seltmann-Haus. Alexandra Bock hatte sechs Referenten eingeladen, die verschiedene Möglichkeiten aufzeigten. Caroline Kett von “Kursana” (95 Einrichtungen, eine in Weiden für 127 Bewohner in 99 Einzel- und 14 Doppelzimmern) berichtete vom geschützten Demenzbereich mit altertümlich ausgestattetem Erinnerungszimmer, den zahlreichen Aktivitäten, beispielsweise wöchentliche Fahrten in die frühere Umgebung, sowie Besonderheiten wie dem Wohlfühlbad. Dies würde überraschend gut angenommen, denn “auch Senioren genießen es, verwöhnt zu werden”.

Mit eigener Küche

Ebenfalls 2004 entstand das St.-Michael-Zentrum, das von Günter Daubenmerkl vorgestellt wurde. Hier laute das Motto: “So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig.” Die Besonderheit: Sowohl 56 Pflegeappartments als auch 69 Wohnungen mit Einbauküche stehen für betreutes Wohnen zur Verfügung. Bei kurzfristiger Verschlechterung oder Verhinderung der gewohnten Pflegeperson werde auch Kurzzeitpflege angeboten.

Dorothee Rösel-Hammer präsentierte eine deutlich kleinere Einrichtung: die Kurzzeitpflege der Diakonie. Hier sei für 21 Bewohner Platz, von denen momentan allerdings nur sechs kurzzeitig dort wohnen. Wenn jemand fest einziehen möchte, würde man diesen Wunsch natürlich nur ungern verwehren. Dorothee Rösel-Hammer zeigte viele Privatbilder des Sommerfests, um so einen Eindruck der “familiären Struktur” zu vermitteln. Eher privat geht es auch im “familiär betreuten Wohnen Hagemann” in Altenstadt/WN zu. Im Haus befänden sich 44 nicht möblierte Ein- und Zweizimmerwohnungen, die auch von Personen bis Pflegestufe 3 bezogen werden könnten, informierten Dr. Gabriele und Burkhard Hagemann. Die Zielsetzung laute “Gemeinsam nicht mehr einsam”. Auch wenn jeder selbstständig leben könne, werden trotzdem freiwillige Freizeitaktivitäten angeboten.

Unterstützung für daheim

Eine Alternative präsentierte Monika Hager: das Konzept “Alt werden zu Hause” der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach, Gesellschaft für regionale Entwicklung. Umfragen zufolge sei dies der Wunsch der meisten Senioren. Die Arbeitsgemeinschaft würde sie so gut wie möglich unterstützen. In den Rathäusern finden regelmäßige Sprechstunden statt.

Alltagsbegleiter treffen sich ein bis zwei Mal pro Woche mit den Senioren: zum Spazierengehen, Kartenspielen und ähnlichem. Diese Treffen würden oft schon ersehnt. Beim Leben zu Hause fehle den Senioren sonst oftmals die Ansprache. Die sehr interessierten Zuhörer ließen sich im Anschluss noch ausgiebig an den Infoständen aufklären.

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